Cloud Operations

AKS Cluster Upgrade:
Support Ende.

AKS Version 1.32 End-of-Support: Upgrade zu 1.33+ bis 31. März 2026
Përparim Kastrati - Autor
Përparim Kastrati Senior Technical Consultant • 24. Feb 2026
⏱️ 7 min Lesedauer🔧 Level: Intermediate/Expert

Es ist wieder so weit. Eine E-Mail von Microsoft landet im Posteingang und kündigt das Support-Ende (EoL) für eine Kubernetes-Version an. Theoretisch ein Routine-Job. Praktisch kann so ein Upgrade aber schnell zur Geduldsprobe werden, wenn lokale CLI-Versionen, Caching-Probleme oder Berechtigungen scheitern. Diese SOP definiert einen fehlerresistenten Prozess.

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Aktuelles EOL-Datum: 31. März 2026
AKS Version 1.32 wird am 31. März 2026 retired. Danach erfolgt nur noch Platform Support (kein Kubernetes-spezifischer Support mehr).

Ihre Optionen:
1. Upgrade auf 1.33+ (empfohlen, kostenlos) – folgen Sie dieser SOP.
2. Long-Term Support (LTS) für 1.32 kaufen (1 Jahr Verlängerung, kostenpflichtig, nicht alle Add-ons unterstützt).

Platform Support bedeutet: Microsoft hilft nur bei Azure-Infrastrukturproblemen, nicht bei Kubernetes-Bugs oder API-Fragen.

01. Architektur-Basics: Was ist AKS und warum sind Upgrades kritisch?

Der Azure Kubernetes Service (AKS) ist ein Managed Service von Microsoft für das Ausführen von Container-Anwendungen. Die Architektur teilt sich in zwei Bereiche:

Die Open-Source-Community von Kubernetes veröffentlicht sehr schnell neue Versionen. Alte Versionen erreichen nach ca. 12 Monaten ihr End-of-Life. Ignoriert man die Warnungen (z.B. für Version 1.32 bis 31. März 2026), führt Azure irgendwann ein Auto-Upgrade durch. Das birgt massive Risiken, da veraltete APIs (die von den Entwicklern noch genutzt werden) in neuen Versionen plötzlich entfernt sein können. Ein geplantes, kontrolliertes Upgrade ist daher zwingend erforderlich.

02. Das Problem: Warum die Microsoft-Anleitung scheitert

Die offizielle Microsoft-Dokumentation zum AKS-Upgrade zeigt Befehle für die lokale Azure CLI. In Enterprise-Umgebungen führt dieser Ansatz jedoch regelmäßig zu Fehlern:

Diese SOP nutzt stattdessen die ressourcenspezifische Cloud Shell – sie injiziert automatisch den korrekten Kontext und eliminiert alle lokalen Variablen.

03. Schritt 1: Cloud Shell Execution Environment starten

Um diese Fehlerquellen architektonisch auszuschließen, wird das Upgrade zwingend über die ressourcenspezifische Cloud Shell ausgeführt. Im Gegensatz zur lokalen CLI injiziert die Cloud Shell automatisch den korrekten Subscription-Context und nutzt standardisierte, von Microsoft gewartete Tooling-Versionen.

⚙️
Cloud Shell Initialisierung:
1. Suchen Sie im Azure Portal nach Kubernetes services.
2. Wählen Sie den Ziel-Cluster (z.B. prod-cluster-01).
3. Klicken Sie oben im Menü auf Connect > Open Cloud Shell.
4. Falls ein Dialog "Switch to Bash in Cloud Shell" erscheint, bestätigen Sie diesen mit Confirm.
Azure Portal AKS Connect Button und Cloud Shell
Initiale Verbindung über das Azure Portal

04. Schritt 2: Pre-Flight Check (Target Version validieren)

Ermitteln Sie die unterstützten Zielversionen. Azure erzwingt einen sequenziellen Upgrade-Pfad. Sie können Minor-Versionen in der Regel nicht überspringen. Passen Sie die Werte für --resource-group und --name an Ihre Umgebung an. Führen Sie folgenden Befehl in der geöffneten Bash-Session aus:

# Abfrage der verfügbaren Upgrade-Pfade
az aks get-upgrades \
  --resource-group RG-Production \
  --name prod-cluster-01 \
  --output table
Azure CLI Ausgabe der verfügbaren Kubernetes Upgrade-Versionen
Die Ausgabe zeigt den aktuellen Stand und die möglichen Zielversionen.

05. Schritt 3: Upgrade Execution

Starte das Upgrade mit dem folgenden Befehl. Ersetzen Sie die Versionsnummer durch Ihre Auswahl aus dem vorherigen Schritt. Der Parameter --yes erspart die manuelle Bestätigung.

⚠️
Downtime-Risiko & Dauer: Das Upgrade aktualisiert die Control Plane und führt anschließend ein "Cordon & Drain" der Worker-Nodes durch (Surge Upgrade). Planen Sie das Maintenance Window entsprechend ein. Bei unserem Cluster hat dieser Schritt etwa 15 Minuten gedauert.
# Trigger Cluster Upgrade (Control Plane + Node Pools)
az aks upgrade \
  --resource-group RG-Production \
  --name prod-cluster-01 \
  --kubernetes-version 1.33.0 \
  --yes
⚠️
Sequenzielle Upgrades beachten:
Azure erzwingt Minor-Version-Upgrades nur schrittweise (N → N+1). Befindet sich Ihr Cluster noch auf 1.31 oder älter, müssen Sie in zwei separaten Durchläufen aktualisieren: erst auf 1.32, dann auf 1.33. Planen Sie entsprechende Maintenance Windows ein.

06. Schritt 4: Erfolgskontrolle

Nachdem der Befehl durchgelaufen ist, willst du sichergehen, dass alles geklappt hat. Ein einfacher Befehl gibt dir sofort Gewissheit:

# Verifikation der angewendeten Kubernetes-Version
az aks show \
  --resource-group RG-Production \
  --name prod-cluster-01 \
  --query "kubernetesVersion" \
  --output tsv
Erfolgreiche Ausgabe der aktualisierten Kubernetes-Version in der Cloud Shell
Die reine Versionsnummer bestätigt das erfolgreiche Upgrade.

Fazit

Ein solider, wiederholbarer Prozess ist Gold wert. Er spart nicht nur Nerven, sondern vor allem Zeit – Zeit, die wir für spannendere Aufgaben nutzen können. Genau das ist die Art von pragmatischen Enterprise-Lösungen, die wir in der IT-Administration brauchen.

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